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Partnerschaftsfeier in Knittlingen
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Partnerschaft mit befreundeten spanischen Gemeinden jetzt offiziell besiegelt: Würdige Partnerschaftsfeier bei andalusischen Temperaturen in der Stadthalle
Was lange währt....! Vor genau 50 Jahren sind die ersten spanischen Gastarbeiter nach Knittlingen gekommen, seit über 25 Jahren bestehen enge freundschaftliche Verbindungen zwischen der Stadt Knittlingen und den beiden andalusischen Gemeinden Benaojan und Montejaque, am Freitagabend besiegelten die Ortsoberhäupter der drei Kommunen nun endlich die schon lange gewünschte offizielle Partnerschaft.
Gut 200 Gäste, Spanier und Deutsche, waren am Freitag der Einladung von Bürgermeister Heinz-Peter Hopp gefolgt, um der Feier beizuwohnen. Bei tropischen Temperaturen, die nach Aussagen der Spanier selbst diejenigen in Andalusien derzeit übertreffen, unterzeichneten die drei Bürgermeister Miguel Alza Hiraldo (Montejaque), Francisko Gomez Gonzales (Benaojan) und Heinz-Peter Hopp die Partnerschaftsurkunden. Als offizielle Zeugen der Zeremonie fungierten Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Otto Kübler, der mit dem ersten offiziellen Besuch vor 25 Jahren neben vielen anderen Wegbereiter der Partnerschaft war, Enzkreis-Landrat Karl Röckinger und Waltraud Ertner, die Vorsitzende des im Dezember vergangenen Jahres gegründeten Partnerschaftsvereins. Dieser hatte am Wochenende denn auch seine erste Bewährungsprobe mit der Betreuung der rund 30köpfigen spanischen Delegation zu bestehen.
Bürgermeister Hopp erinnerte in seiner Rede daran, dass vor 50 Jahren die ersten Spanier der Arbeit wegen in die Fauststadt gekommen seinen (Arbeitgeber waren damals vor allem die Firmen Neumo und Pfitzenmeier & Rau). Doch darauf sei zwischenzeitlich viel mehr entstanden: „Freundschaften, Ehen und viele enge Kontakte, viel mehr als das Wort Völkerverständigung zum Ausdruck bringt“. Miguel Alza Hiraldo, der schon zum achten Mal in der Fauststadt weilte und für das kommende Jahr zum Bedauern vieler seiner Landsleute das Ende seiner 16jährigen Amtszeit in Montejaque ankündigte, sprach aus, dass die Unterzeichnung nur ein offizieller Akt sei: „Wir haben uns bisher schon als Brüder gefühlt“. Francisco Gomez Gonzales lud die Knittlinger für 2011 nach Benaojan ein, nachdem man in diesem Jahr die dort im April geplante Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde wegen der Aschewolke nicht durchführen konnte.
Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Waltraud Ertner, wies darauf hin, dass bereits einige Knittlinger Spanisch lernten, um auf die Begegnungen künftig besser gerüstet zu sein. Keine Probleme damit hatte Jochen Escalante, Knittlinger mit spanischen Wurzeln, der die Übersetzung der Reden besorgte. Enzkreis-Landrat, der neben dem FDP-Landtagsfraktionsvorsitzenden Dr. Ulrich Rülke die hohe Politik vertrat, wies auf die vielfältigen Verbindungen des Enzkreises innerhalb Europas hin und gab zu, die Knittlinger um die neue Partnerschaft ins schöne Andalusien schon ein wenig zu beneiden. Mit dem spanischen Satz „a buen entendedor pocas palabras bastan (dem Wissenden reichen wenige Worte)“ beendete er den Reigen der Redner, so dass jetzt auf die Partnerschaft auch kräftig angestossen werden konnte. Der obligatorische Austausch von Gastgeschenken schloss sich an, während jeder der Besucher zur Erinnerung an das historische Datum ein graviertes Römerglas mit nach Hause nehmen durfte.
rh.
Feierliche Unterzeichung der Partnerschaftsurkunden durch die drei Bürgermeister, v.l.n.r. Miguel Alza Hiraldo (Montejaque), Heinz-Peter Hopp und Francisco Gomez Gonzales (Benaojan). Dahinter stehend v.l.n.r.: Bürgermeister a.D. und Ehrenbürger Otto Kübler, Landrat Karl Röckinger, Vorsitzende des Partnerschaftsvereines Waltraud Ertner
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