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Fauststadtfest 2010

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Höhepunkt beim Fauststadtfest 2010: 
Historischer Festzug mit 37 Gruppen und rund 800 Teilnehmern – Pflanzung eines Parnterschaftsbaumes 

Mit dem sich nach der durchaus gelungenen Premiere im Jahre 2000 auch beim Fauststadtfest 2010 durch die Straßen von Knittlingen führenden historischen Festzug ist den Veranstaltern mit Bürgermeister Heinz-Peter Hopp und Gerhard Hähnle, dem Chef der Vereinigung Knittlinger Vereine als unermüdliche Initiatoron an der Spitze einmal mehr ein ganz toller Wurf gelungen. Insgesamt 37 Gruppen mit rund 800 Teilnehmern – Vereinen und Institutionen aus Knittlingen und Stadtteilen sowie zahlreiche Gäste vor allem aus der Nachbarstadt Bretten, aus Kleinvillars und aus Oberreute im Allgäu – marschierten in einer fast nicht enden wollenden Schlange durch die Straßen der Stadt. Frohsinn und gute Laune war denn bei angenehmem Festwetter von der Aufstellung in der Paul-Kieselmann-Straße über die gesamte Wegstrecke
über die Pforzheimer-, Esselbach-, Friedrich-, Stuttgarter-, Kalkofen-, Heinrich-Wieland-Straße, Heerweg und Freudensteiner Straße bis zum Festgelände in der Marktstraße angesagt. 

Einige tausend Besucher säumten hier die Straßen, um den bunten und überaus sehenswerten Zug zu bewundern, wobei die Gäste den zum Teil überaus originellen Gruppen und Festwagen verdienten Beifall zollten. Angeführt von der Stadtkapelle Knittlingen marschierten im knallig bunten Lindwurm nicht nur der historisch gewandete und von einer ganzen Reihe von Ratsherren, so unter anderem auch den beiden Ortsoberhäuptern der spanischen Partnergemeinden begleitete Stadtschultheiß Hopp an der Spitze mit, sondern auch Bürger von Knittlingen sowie die am Abend zuvor ihre Feuerprobe beim Fauststadtfest mit Bravour bestandene Knittlingen Laienschauspielgruppe „Laterna Mystica“, ebenfalls in historischen Gewändern. Zu den weiteren Attraktionen gehörten daneben auch etliche Schulklassen der Dr. Faust-Schule, die örtlichen Kindergärten, die Waldensergruppen aus Kleinvillars, historische Gruppen aus Alt-Brettheim, historische Pferde- und Bulldogg-Gespanne, die noch intakte und hin und wieder für lokale Regengüsse sorgende historische Spritze der örtlichen Feuerwehr sowie natürlich auch etliche und teilweise originell oder auch historisch gewandete Knittlinger Vereine bis hin zum Musikverein Freudenstein.


Am Sonntagvormittag wurde im Beisein zahlreicher Gäste die am Freitagabend besiegelte Partnerschaft zwischen den andalusischen Kommunen Benaojan und Montejaque durch die Pflanzung einer Sommerlinde sowie durch die Hissung der spanischen Flagge auf historischem Boden am Schillerblick oberhalb der Fauststadt durch die drei Bürgermeister Miguel Alza Hiraldo (Montejaque), Francisco Gomez Gonzales (Benaojan) und Heinz-Peter Hopp (Knittlingen) bekräftigt. Heinz-Peter Hopp sprach die Hoffnung aus, dass die Partnerschaft zum dauerhaften Erhalt der Freundschaft und des Friedens zwischen den Völkern und hoffentlich auch zur baldigen Bewältigung der aktuellen Finanzkrise beitragen möge.
rh.  

20. Knittlinger Faus­tstadtfest lockte wieder Tausende von Besu­chern an - Froh­sinn, Musik und gute Laune im historischen Stadt­kern – Zahlreiche Besucher beim Open Air Theater über „Johannes Fausts Rückkehr“

Drei kräftige Böllerschüsse, abgegeben von den Kn­itt­linger Sportschützen, waren am Samstagmittag ebenso deu­tliches wie auch un­über­hörbares Signal für die offizielle Eröffnung des 20. Fauststadtfestes im historischen Knitt­linger Stadtkern. Weit über 30 ört­liche Vereine und Organisationen präsen­tierten ihren zahl­reich gekommen Gästen dabei drei Tage lang nicht nur ein vielfältiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten und Leckerbissen, sondern in ihren Zelten und Stän­den sowie auf den drei Festbühnen vor dem Faust-Museum, im Pfleghof und auf dem Rathaus-Parkplatz auch nahezu durchgängig jede Menge Musik, Folklore, Unterhal­tung, Spektakel, Spaß und Spiel.

Sein ganz besonderes Flair bekam das Fauststadt­fest auch heuer wieder durch den Besuch einer spani­schen Delega­tion aus den beiden befreundeten Ge­mein­den Ben­aojan und Montejaque in Andalusien, dessen Höhepunkte am Freitagabend die offizielle Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden (wir berichteten) und am Sonntagvormittag die Pflanzung eines Partnerschaftsbaumes am Schillerblick waren.

Auf der Hauptbühne vor dem Faust-Museum fand vor bereits zahlreichen frohgelaunten Festbesuchern am Samstagmittag die offizielle Eröffnung des festlichen Treibens statt. Gerhard Hähnle, Vorsitzender der Vereinigung der Knittlinger Vereine und Bürgermeister Heinz-Peter Hopp konnten schon hier eine stattliche Zahl erwartungsfroher Fauststadtfest-Besucher, darunter neben zahlreichen Spaniern auch den FDP-Landtagsfraktionschef Dr. Hans-Ulrich Rülke willkommen heißen. Das Stadtoberhaupt stellte fest, dass das Fauststadtfest kräftig dazu beitrage, Knittlingen als liebens- und lebenswerte Stadt weiter zu stärken. Darauf dürfe man durchaus ein wenig stolz sein. Bereits schon traditionell wurde die offizielle Eröff­nungs­feier von der Stadtkapelle Knittlingen unter der Stabführung ihres Dirigenten Rudi Jock musikalisch umrahmt. Weiter präsentierten sich auf der Bühne auch die Flamenco-Tanzgruppe „Las Estrellas“ sowie das Showteam des Fitness-Studios Lehrer, während die örtliche Weingärtnergenossenschaft ein kostenloses Versucherle ihres köstlichen Fauststadtweines kredenzte.

Absolutes Highlight des Fauststadtfestes 2010 war anschließend das von den Knittlinger Schauspielgruppe „Laterna Mystica“ auf dem Kirchplatz dargebotene Open-Air Theaterstück „Johannes Fausts Rückkehr“. Die 20 Laienschauspieler durften am Ende der rund dreiviertelsündigen Aufführung den verdienten Applaus der gut und gerne 500 begeisterten Besucher entgegennehmen. Die gezeigte Geschichte ging zurück bis anno 1539, als der in Knittlingen geborene Doktor Faust kurz vor seinem tragischen Tod in Staufen ein letztes Mal seine Heimatstadt besuchte. Er trifft alte Freunde wieder, lädt sie ins Gasthaus ein und erzählt von seinen Reisen. Faust hilft den Knittlingern mit seinem Wissen über Heilkunde und erfährt, was inzwischen in seinem Heimatort geschah. Doch er hört auch, welch zweifelhafter Ruf im vorausgeeilt ist und denkt über sein bisheriges Leben nach. Dann bricht er, angestachelt von Mephisto, Hals über Kopf nach Staufen auf. Geschrieben wurde das Stück von Brigitte Just aus Knittlingen, die selbst auch zu den Schauspielern gehörte.

Bei angenehmen Temperaturen durften die Besucher des Fauststadtfestes auf den drei Festbühnen ein abwechslungsreiche Programm mit Tanz, Musik und Gesang genießen, am Samstagabend sorgte die Flamenco-Latinopop-Band „Gipsy Voices“ insbesondere nicht zuletzt auch bei den spanischen Gästen für tolle Stimmung, während das Mundharmonika-Orchester mit seinem Konzert auf dem Rathaus-Parkplatz rund 800 Besucher begeisterte.
rh.

 

Hinweis

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Nicole Müller
Marktstraße 19
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